Bei Wortbedeutung und Gegenteil hilft Erschließen
Bei diesen beiden Typen scheint zu gelten, dass man das Wort entweder kennt oder nicht. Auch hier gibt es aber Regelmäßigkeiten, die weiterhelfen.
Seltene und gehobene Wörter sind ausdrücklich erwünscht, wenn sie sich erschließen lassen, etwa aus Wortbausteinen, aus der Nähe zu einem Fremdwort oder aus der Sprachebene. Zerlege ein unbekanntes Wort deshalb in seine Bestandteile, bevor du aufgibst.
Eine zweite Regel ist besonders nützlich. Beim Gegenteil ist eine bloße Verneinung des Zielworts als Lösung gesperrt, wenn sie nur mechanisch gebildet ist. Wer also vor der Wahl steht zwischen einem Wort mit einer angehängten Vorsilbe und einem echten Gegenbegriff, sollte den echten Gegenbegriff prüfen.
Drittens liegen die falschen Optionen absichtlich in plausibler Bedeutungsnähe. Dass eine Antwort ungefähr passt, ist deshalb kein Argument für sie. Entscheide über die genaue Bedeutungsdimension, um die es im Satz geht.