Wortbedeutung üben: Begriffe sicher einordnen

Bei der Wortbedeutung sollst du das Synonym oder die richtige Bedeutung eines bildungssprachlichen Begriffs finden. Auch wenn du ein Wort nicht sicher kennst, kommst du mit Wortbausteinen und Ausschluss oft zur richtigen Antwort.

So sehen die Aufgaben aus

Du bekommst ein Zielwort und vier Antwortoptionen (A bis D). Gesucht ist die Bedeutung, die dem Zielwort am nächsten kommt. Genau eine Option passt am besten. Die anderen sind oft thematisch verwandt, aber nicht deckungsgleich.

Strategie 1: Wortbausteine nutzen

Viele Fremdwörter verraten ihre Bedeutung über Vorsilbe, Wortstamm oder Endung.

BausteinBedeutungBeispiel
inter-zwischeninternational
trans-hinüber, durchtransparent
mono-ein, einzelnmonoton
poly-vielpolyglott
-logieLehre von etwasBiologie
-phobieAngst vor etwasKlaustrophobie
-ismusLehre, HaltungRealismus

Strategie 2: Ausschluss und häufigste Bedeutung

Streiche zuerst die Optionen, die sicher nicht passen. Bleiben zwei übrig, nimm die Bedeutung, die zum häufigsten Gebrauch des Zielworts passt, nicht die exotische Sonderbedeutung.

Zwei Beispiele mit Lösung

monoton

  • A) abwechslungsreich
  • B) eintönig ✓
  • C) laut
  • D) langsam

Weg. Die Vorsilbe mono- heißt „ein/einzeln". Etwas Monotones hat nur eine Tonlage und ist damit eintönig. „Langsam" ist verwandt, aber nicht dasselbe.

ambivalent

  • A) eindeutig
  • B) gleichgültig
  • C) widersprüchlich ✓
  • D) übertrieben

Weg. ambi- bedeutet „beide". Wer ambivalent ist, hat zwei gegensätzliche Gefühle zugleich und ist damit widersprüchlich oder zwiespältig. „Eindeutig" ist das Gegenteil und damit eine typische Falle.

Tipp

Lerne nicht stur Vokabeln, sondern die Bausteine. Mit 20 Vorsilben und 15 Endungen erschließt du Hunderte Fremdwörter, auch solche, die du noch nie gesehen hast.

Wortschatz testen

Im Probetest stecken zwei Wortbedeutungs-Aufgaben mit kniffligen Optionen.

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