Ratgeber

Matrizentest im Einstellungstest lösen

Eine Matrixaufgabe zeigt ein Gitter, in dem ein Feld fehlt. Mal stehen Zahlen darin, mal Figuren. Beide Formen wirken verschieden, folgen aber demselben Bauprinzip, und deshalb hilft bei beiden dasselbe Verfahren. Der Unterschied zwischen sicherem Lösen und Raten liegt an einer einzigen Stelle, nämlich an der Frage, wie viele Zeilen du prüfst, bevor du dich festlegst.

Kurz gesagt

Suche die Regel in einer vollständigen Zeile und prüfe sie an einer zweiten, bevor du sie auf die Lücke anwendest. Auf eine einzelne Zeile passen fast immer mehrere Regeln, und genau daran scheitern die meisten Aufgaben. Das Vorgehen ist bei Zahlenmatrizen und bei Figurenmatrizen dasselbe.

Zahlen zur Einordnung

  • 12 von 16 In so vielen der kostenlosen Diagnosetests kommt eine Zahlenmatrix vor.
  • 13 von 16 In so vielen kommt eine Figurenmatrix vor. Zusammen deckt das fast den ganzen Bestand ab.
  • 2 Zeilen So viele vollständige Zeilen prüfst du mindestens, bevor du eine Regel für sicher hältst.

Zahlen oder Figuren, dasselbe Bauprinzip

Bei einer Zahlenmatrix stehen Zahlen in einem Gitter. In jeder Zeile verknüpft dieselbe Rechenregel die Zahlen miteinander, manchmal gilt die Regel stattdessen spaltenweise. Gesucht ist die Zahl an der Stelle des Fragezeichens. Bei einer Figurenmatrix stehen Figuren in einem Gitter, und ein Feld bleibt frei. Auch hier verbindet dieselbe Regel die Felder entlang jeder Reihe, oft zusätzlich entlang jeder Spalte. Gesucht ist die Figur, die das leere Feld folgerichtig ergänzt. Beide Formen sagen also dasselbe. Es gibt genau eine Regel, sie gilt überall im Gitter gleich, und deine Aufgabe ist es, diese Regel zu finden statt eine Antwort zu erraten. Wer das einmal verstanden hat, braucht für beide Aufgabenarten kein getrenntes Training.

Vier Schritte, die bei beiden Formen gleich bleiben

Die Reihenfolge ist wichtig. Der dritte Schritt ist der, den fast alle auslassen.

Von der Zeile zur Lücke

  1. Eine vollständige Zeile ansehen

    Nimm eine Zeile ohne Lücke und kläre, wie ihre Felder zusammenhängen. Bei Zahlen etwa, ob die dritte Zahl aus den ersten beiden durch Rechnen entsteht. Bei Figuren, was sich von Feld zu Feld ändert.

  2. Eine Regel formulieren

    Sage die Regel in einem Satz. Was du nicht in einem Satz sagen kannst, hast du noch nicht erkannt.

  3. Die Regel an einer zweiten Zeile gegenprüfen

    Das ist der entscheidende Schritt. Auf eine einzelne Zeile passen oft mehrere Regeln, und erst die Bestätigung an einer zweiten macht die Regel sicher.

  4. Die bestätigte Regel auf die Lücke anwenden

    Rechne oder zeichne das Ergebnis, bevor du in die Antwortmöglichkeiten schaust. Wer zuerst die Optionen liest, sucht sich unbewusst die plausibelste statt der richtigen.

Was du bei Zahlenmatrizen zuerst ausprobierst

Die Regeln wiederholen sich stark. Diese Reihenfolge findet die meisten davon schnell.

Die Reihenfolge beim Ausprobieren

  1. Addieren und subtrahieren

    Prüfe zuerst, ob die dritte Zahl die Summe oder die Differenz der ersten beiden ist. Das ist der häufigste Fall.

  2. Multiplizieren und dividieren

    Geht es nicht auf, prüfe das Produkt und den Quotienten der ersten beiden Zahlen.

  3. Kombinationen aus beidem

    Häufig steckt eine zusammengesetzte Regel dahinter, etwa erste Zahl mal zweite Zahl, davon die erste Zahl abgezogen.

  4. Spaltenweise statt zeilenweise

    Geht die Regel zeilenweise nicht auf, versuche dasselbe von oben nach unten. Manche Matrizen sind spaltenweise gebaut.

Beispielaufgabe aus dem kostenlosen Test · Logik

In jeder Zeile gilt dieselbe Rechenregel. Welche Zahl gehört an die Stelle des Fragezeichens? 3 | 5 | 12 4 | 6 | 20 6 | 5 | ?
  • Das ist es nicht. Richtig ist E: Keine Antwort ist richtig. Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

  • Das ist es nicht. Richtig ist E: Keine Antwort ist richtig. Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

  • Das ist es nicht. Richtig ist E: Keine Antwort ist richtig. Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

  • Das ist es nicht. Richtig ist E: Keine Antwort ist richtig. Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

  • Richtig. Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

Lösung und Lösungsweg anzeigen

Richtig ist E: Keine Antwort ist richtig.

Regel je Zeile: dritte Zahl = erste Zahl · zweite Zahl − erste Zahl (3·5−3=12, 4·6−4=20). Dritte Zeile: 6·5−6=24. Da 24 nicht unter A bis D steht, ist E richtig.

Was du bei Figurenmatrizen beobachtest

Bei Figuren rechnest du nicht, du beobachtest Veränderungen. Nützlich ist es, jede Eigenschaft einzeln durchzugehen statt die Figur als Ganzes zu vergleichen. Achte nacheinander auf die Anzahl der Elemente, auf die Form, auf die Drehung, auf die Füllung und auf die Lage im Feld. Häufig ändert sich nur eine dieser Eigenschaften entlang einer Reihe, und alle anderen bleiben gleich. Ebenso häufig werden die ersten beiden Felder einer Reihe im dritten zusammengeführt. Wenn die Reihen allein nicht ausreichen, betrachte zusätzlich die Spalten. Bei Figurenmatrizen gilt die Regel oft in beide Richtungen, und die zweite Richtung entscheidet dann zwischen zwei Antworten, die nach der ersten Richtung beide passen würden.

Drei Fehler, die eine erkannte Regel wertlos machen

Die typischen Fehler passieren nicht beim Erkennen, sondern beim Abkürzen danach.

Fehler und besseres Vorgehen

Häufiger Fehler Besseres Vorgehen
Du prüfst die Regel nur an einer Zeile. Du bestätigst sie an einer zweiten vollständigen Zeile, bevor du sie anwendest.
Du schaust zuerst in die Antwortmöglichkeiten. Du bestimmst das Ergebnis aus der Regel und vergleichst erst danach.
Du übersiehst, dass dein Ergebnis gar nicht angeboten wird. Du prüfst in diesem Fall deine Rechnung noch einmal und wählst danach bewusst die Möglichkeit, dass keine der Antworten richtig ist.

Wo dieses Verfahren aufhört

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Zahlenmatrix und Figurenmatrix?

Nur das Material. In der einen stehen Zahlen, in der anderen Figuren. Das Bauprinzip ist gleich, denn in beiden gilt entlang jeder Zeile dieselbe Regel.

Warum reicht es nicht, eine Zeile zu prüfen?

Weil auf drei Zahlen fast immer mehrere Regeln passen. Aus 3, 5 und 12 lässt sich vieles bauen. Erst die zweite Zeile zeigt, welche Regel wirklich gilt.

Was mache ich, wenn mein Ergebnis nicht unter den Antworten steht?

Zuerst die Rechnung prüfen. Bleibt das Ergebnis, ist die Möglichkeit, dass keine Antwort richtig ist, eine ernst gemeinte Option und nicht ein Ausweg.

Lohnt es sich, Matrixaufgaben zu üben?

Ja, weil sich die Regeln stark wiederholen. Nach zwanzig Aufgaben erkennst du die üblichen Bauarten meist innerhalb weniger Sekunden.

Fazit

Eine Matrix hat genau eine Regel, und sie gilt überall im Gitter gleich. Zeile ansehen, Regel in einem Satz sagen, an einer zweiten Zeile gegenprüfen, dann anwenden. Der dritte Schritt kostet ein paar Sekunden und entscheidet über die Hälfte der Fehler.

Woher die Angaben stammen

Der Artikel erklärt ein gemeinsames Vorgehen für Matrixaufgaben mit Zahlen und mit Figuren, wie sie in den Delta-Buchquellen vorkommen. Er ersetzt weder die Anweisung einer konkreten Aufgabe noch ein vollständiges Training.

Fachlich geprüft am 2026-08-15.

Veröffentlicht am 15.08.2026.

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